PV2City

Beitrag der Photovoltaik zur klimaneutralen Energieversorgung im urbanen Raum

Für einen wirksamen Klimaschutz muss ein Großteil des Dachflächenpotenzials in Deutschland für die Nutzung der Solarenergie erschlossen werden. Städten kommt dabei eine besondere Rolle zu, da ein nicht unerheblicher Anteil dieser Dachflächen in städtischen Gebieten zu finden ist. Außerdem liegen im urbanen Raum große Lastzentren, sodass die Erzeugung verbrauchsnah erfolgt. So kann der notwendige Leitungsausbau vermindert werden. Die Möglichkeiten zur regenerativen Energieerzeugung im urbanen Raum sind begrenzt, sodass die Solarenergie häufig die einzige Möglichkeit zur emissionsfreien Energieversorgung darstellt. Dennoch ist der Anteil der Städte an der Solarstromerzeugung bisher vergleichsweise gering. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und werden im durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Projekt PV2City näher beleuchtet.

Anteil der Städte am solaren Dachflächenpotenzial und Stromenergiebedarf.

Ziel des Forschungsprojektes „Beitrag der Photovoltaik zur klimaneutralen Energieversorgung im urbanen Raum (PV2City)“ ist es, am Beispiel von Berlin das urbane PV-Potenzial und die Hürden der Erschließung zu untersuchen. Hierzu wird auf drei Ebenen der Frage nachgegangen, was notwendig ist, um die Photovoltaik in die Städte zu holen (PV to City – PV2City).

Erstens zeigt eine Potenzialanalyse auf, an welchen Orten in Berlin die Nutzungsstruktur besonders günstig für die direkte Nutzung von Solarenergie ist. Hierzu werden sowohl das zeitlich aufgelöste Verbrauchsverhalten der jeweiligen Nutzergruppen als auch die Dachflächenpotenziale zur PV-Erzeugung berücksichtigt.

Zweitens wird über eine detaillierte Analyse verschiedener Nutzergruppen ermittelt, in welchen Gebäuden eine PV-Anlage bereits heute erhebliche wirtschaftliche Vorteile hat und welche Dächer ökonomisch schwerer zu erschließen sind.

Drittens wird mit den solaren Akteuren Berlins ins Gespräch gekommen, die Realisierung von innerstädtischen PV-Projekten begleitet und erfahren, wo die Hemmnisse und Hürden zu verorten sind. Hieraus werden Empfehlungen für Senat und Verwaltung sowie für die Bundespolitik abgeleitet, um einen zügigen PV-Ausbau zu forcieren, der Berlin beim Erreichen seiner Klimaschutzziele zur „Solarcity“ unterstützt.

Viertens benötigen die Ziele des Solarausbaus eine lokale Verankerung. Daher wollen wir mit den gestaltenden Personen in den Bezirken ins Gespräch kommen. Hierbei geht es um Erfahrungsaustausch, Wissensvermittlung und ein Kick-off für einen dynamischen PV-Ausbau in der Stadt – weitere Informationen.

Solarenergie, PV-Potenzial und Strombedarf in den Berliner Bezirken.

Detaillierte Projektergebnisse finden Sie in den Veröffentlichungen (siehe unten). Die im Herbst 2018 veröffentlichte Studie zum Berliner Solarpotenzial findet sich hier.

Weitere Links:

Zu allen Veröffentlichungen der Forschungsgruppe

Zu allen Studien der Forschungsgruppe

Zur Website der Wetterstation der HTW Berlin

Projektförderung

Das Vorhaben „PV2City“ (Projektlaufzeit: 06/2016 bis 05/2019) wird im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Berlin (Förderkennzeichen 1048-B5-0 ).

Kontakt zur Forschungsgruppe
Anmerkungen und Kritik können Sie gerne an pv2city-info@htw-berlin.de senden. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!